„der Knastprediger“ stammt aus meiner Tätigkeit in der Gefängnisseelsorge. Unter diesem Namen veröffentliche ich Eindrücke aus meiner Arbeit – damals im Gefängnis, jetzt als Pionier in Lu – und poste Spirituelles, Politisches und manchmal auch Privates. So gebe ich einen Eindruck davon, wer ich bin und was mich bewegt.
Seit drei Jahren bin ich zudem Mitglied beim Bodenpersonal, einem katholischem Netzwerk von Creator*innen und Blogger*innen der digitalen Kirche in den sozialen Medien.
Aktuell bin ich vor allem bei instagram unterwegs, ältere Beiträge sind auch bei Youtube zu finden. Wer weiß, vielleicht werde ich auch mal wieder bei Facebook oder ganz woanders aktiv?
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auf Instagram:
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auf Youtube:
wie es anfing…
Corona hat vieles durcheinander gewirbelt und zu manchen Experimenten herausgefordert. Ab dem 13.3.20 durften in der JVA Frankenthal keine Gottesdienste mehr gefeiert werden. Kurz danach kam die Anstaltsleiterin auf mich zu und schlug vor, den Hauskanal unseres neuen TV-Systems zu nutzen, um den Inhaftierten Zugang zu religiösen Inhalten zu ermöglichen. Von der Pressestelle Speyer bekam ich eine Webcam und ein Mikro geliehen, die EDV der JVA hat ein Laptop zur Verfügung gestellt. Die erste Herausforderung war jedoch, eine Software zu finden, die zu bestimmten Zeiten bestimme Inhalte abspielt. Diese fand ich mit Z-Cron. Vermutlich gibt es da geeignetere Programme – über Hinweise freue ich mich!
Am Karfreitag 2020 ging dann das erste Video auf Sendung: Der Jugendkreuzweg. Seitdem erscheint an den meisten Sonntagen des Jahres ein Predigtvideo, dass die Inhaftierten täglich zu verschiedenen Zeiten schauen können.
Ende April durften wir wieder Gottesdienste für Inhaftierte anbieten – allerdings nicht wie gewohnt als wöchentliches Angebot, sondern getrennt nach Hafthäusern. So haben die Inhaftierten nur alle drei Wochen die Möglichkeit, einen Gottesdienst mitzufeiern. Da ich gleichzeitig viele positive Rückmeldungen zur Videopredigt erhalten habe, habe ich entschlossen, diese „Predigtform“ längerfristig anzubieten.
Schnell kamen noch andere Angebote in den TV-Kanal: Infos der Seelsorge, das Angelusgebet, die ökum. Coronagebete, ein Abendgebet… Auch die JVA hat verschiedene Inhalte erstellt, die in den Kanal eingespeist werden: Infos zur Besuchsregelung, ein Video der Anstaltsärztin, ein schwarzes Brett mit wichtigen Informationen im Haftalltag. Der psychlogische Dienst hat eine angeleitete PMR beigesteuert. Auf Bitten von Inhaftierten veröffentliche ich jede Woche die aktuellen Ergebnisse der dritten Liga. So füllte sich langsam der Hauskanal mit Leben.
Kooperation mit dem BDKJ und Einführung eines eigenen Youtube-Kanals
Normalerweise bieten wir Seelsorger im Advent den Inhaftierten zusätzliche Veranstaltungen zur Einstimmung auf die Advents- und Weihnachtszeit an. Nachdem klar war, dass dies wegen Corona nicht möglich ist, entschied ich, aus den Frühschichten des BDKJ Videoandachten zu erstellen. Der BDKJ wiederum fand diese Idee so gut, dass wir diese Videoandachten veröffentlichten – auf dem Youtubekanal des BDKJ und auf meinem eigenen Youtubekanal, den ich dafür eigens angelegt hatte. Dies stieß auf positive Resonanz und ich wurde gefragt, ob ich meine Videopredigten ebenfalls der Allgemeinheit zur Verfügung stellen könnte. Deshalb gibt es seit 1.1.21 den Youtube-Kanal „Der Knastprediger“. In der Fastenzeit haben wir die Kooperation erneuert und wieder die Frühschichten auf Youtube veröffentlicht. Außerdem habe ich tägliche Videos für die Karwoche erstellt.